Schachendspiele - leicht gemacht

Prinzip der zwei Schwächen

Manchmal reicht es im Schach, trotz vorteilhafter Stellung, nicht zum Gewinn. Hat der Gegner jedoch mehr als eine Schwäche, dann rückt der Sieg schon deutlich näher. Insbesondere wenn der Kampf an zwei Flügeln stattfindet. Der Gegner ist dann mit der Verteidigung an zwei Fronten überlastet.

Ein einfaches Bauernendspiel zur Verdeutlichung:

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Schwarz am Zug ist überlastet. Stoppt er mit Kf6 den Freibauern, schnappt sich Weiß den Bauern auf b6 und zieht seinen eigenen b-Bauern zur Dame. Sichert Schwarz den Damenflügel mit Kd7 so lässt Weiß seinen f-Bauern laufen und lenkt den König dann letzlich doch zum Königsflügel ab. Nimmt man eine der beiden Schwächen weg, kann Schwarz die Stellung Remis halten.

Dieses grundlegende Prinzip ist natürlich nicht auf Bauernendspiele beschränkt:

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Tschiburdanidze - Muresan, Luzern 1982

Der Freibauer am Damenflügel alleine reicht nicht aus zum Gewinn. Deshalb: 45.h4! Weiß will zusätzlich vorher noch alle schwarzen Bauern auf schwarzen Felder festlegen, als leichte Beute für seinen Läufer. (Versucht der weiße König sofort zum Damenflügel zu laufen, kann Schwarz seine Bauern auf weißen Feldern etablieren: 45.Kf2? g6! und nun würde auf 46.h4 einfach h5 folgen) 45...g6 (Es drohte h5) 46.h5! (Trotzdem) gxh5 (Sonst folgt hxg6 und der Bh6 verbleibt auf einem schwarzen Feld) 47.gxh5

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Weiß steht nun auf Gewinn. Der Freibauer auf der b-Linie und die, auf schwarzen Feldern festgelegten schwarzen Bauern, sind zu viele Baustellen, um sie alle langfristig verteidigen zu können.

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