Schachendspiele - leicht gemacht

Diagonal- und Fernopposition

Neben der Nahopposition gibt es auch noch anderen Formen der Oppositon, die den gleichen Zweck erfüllen, nämlich dem gegnerischen König den Weg zu versperren:

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Links die Diagonalopposition und rechts die seitliche Opposition.

Wenn die Könige weiter voneinander entfernt sind und eine ungerade Anzahl von Feldern zwischen ihnen liegen, handelt es sich um eine Fernoppositon:

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Auch hier ist das Zugrecht ein Nachteil, weil der Gegner dann die Nahoppostion erreichen kann.

Es gibt eine verallgemeinerte Definition der Opposition, die alle diese Fälle abdeckt und mit deren Hilfe man recht schnell erkennen kann, ob es sich um eine (Fern-)Opposition handelt:
Die Könige stehen auf den Eckfeldern eines Rechteckes, dessen vier Eckfelder alle die gleiche Farbe haben.

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Auch hier kann die Seite, die nicht am Zug ist, die Nahoppositon erzwingen. z.B. 1.Kd3 Kd5 oder 1.Kc3!? Ke5! Diagonalopp. (Nicht Kd5 2.Kd3)
Das nächste ist hingegen keine Fernopposition:
- Die Partei am Zug, kann nämlich sofort selbst die günstige Diagonaloppostion herbeiführen.

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Weiß muss vor seinen Bauern gelangen. Das naheliegende 1.Ke2? ist allerdings der falsche Weg: Kf7 2.Ke3 Ke7!  (aber nicht Ke6? 3.Ke4) Schwarz hat die Fernopposition eingenommen:
-nach 3.Kd4 Kd6 (Opposition) kann Weiß den schwarzen König nicht mehr verdrängen.

Weiß kann jedoch den Umstand nutzen, dass für seinen König der Weg nach c4 genauso weit ist, wie nach e4, während der schwarze König nach c6 zwei Züge mehr braucht, als nach e6: 1.Kd2! Kf7 2.Kc3 Ke6 3.Kc4

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Weiß hat die Diagonalopposition erreicht.
3...Kd6 4.Kd4 und der schwarze König muss weichen Kc6 5.Ke5  +-

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